Ehrenbürgerwürde der Stadt München für Hannelore Kiethe

„Die Auszeichnung war eine Riesenüberraschung – aufregend, berührte mich und ich bedanke mich sehr für diese Ehre.

Vor allem freut mich besonders die damit zum Ausdruck gebrachte Würdigung der Arbeit unserer ca. 1000 ehrenamtlichen Mitarbeiter, welche sich alle für die Münchner Tafel und zum Wohl unserer Gäste mit großem Engagement, Verantwortungsbewusstsein und Empathie einsetzen. Die Arbeit macht viel Freude, das ist überall spür- und sichtbar, denn unser Motto lautet: Helfen macht glücklich. Seit unserer Gründung leisten diese Helfer Großartiges.

Wir mussten durch harte Anfangszeiten, haben niemals aufgegeben und so konnte sich dieses kleine Wunder wunderbar entwickeln und Großes bewegt werden.“

Hannelore Kiethe, Mitgründerin der Münchner Tafel in Ihrer Dankesrede zur Verleihung der Ehrenbürgerwürde der Stadt München

Die Ehrenbürgerwürde der Stadt München wird sehr selten verliehen. Seit 1816 widerfuhr diese Ehre nur 66 Personen.

Seit heute steht ein neuer Name in diesem illustren Verzeichnis: Hannelore Kiethe
Vielen Bürgern der Stadt sagt dieser Name zunächst nichts, aber wenn man dann erfährt, wofür dieser Name steht, nämlich für die Münchner Tafel, dann weiß jeder, worum es geht – um die größte, private Hilfsorganisation dieser Stadt, um den mit Abstand bedeutendsten Lebensmittelretter Münchens, um zigtausendfache Hilfe für Menschen in schwierigen Lebenslagen.

Nur wenige wissen, dass Hannelore Kiethe, die den privaten Verein vor fast dreißig Jahren mit einigen Mitstreitern gegründet hatte, der Motor und das Herz dieser Organisation ist, denn sie selbst hält sich stets bescheiden zurück und leitet die gemeinnützige Einrichtung still und unaufgeregt mit Charme und eisernem Willen.

Für uns Mitarbeiter, die wir zusammen mit Hannelore Kiethe für diese vorbildliche Einrichtung arbeiten dürfen, ist sie viel mehr. Denn durch ihr leuchtendes Beispiel motiviert sie inzwischen mehr als 1.000 ehrenamtliche Mitarbeiter, bei jedem Wind und Wetter bedürftigen Menschen mit Lebensmitteln zu helfen, die sonst keine Verwendung gefunden hätten. Wir alle, egal, ob man als Fahrer einen unserer LKWs fährt, ob wir an den Ausgabestellen Lebensmittel verteilen, ob wir die Büros reinigen, oder mit ihr im Vorstand wirken – jeden behandelt sie gleich aufmerksam, wertschätzend und motivierend. Dabei ist sie Pragmatikerin durch und durch. Bei jeder Entscheidung fragt sie: „Ist das wichtig für unsere bedürftigen Mitbürger?”Jede Eitelkeit, jeder Firlefanz ist ihr zuwider – sogar diese Ehrung, obwohl es niemand mehr verdient hätte, als Hannelore Kiethe.

Damit hat sie viel für die Stadt München erreicht. Nicht nur dass so vielen Menschen in Not geholfen werden konnte, sondern auch dass jedes Jahr 6,5 Millionen kg Lebensmittel gerettet werden können – dieses große Werk geht auf das Wirken dieser Frau zurück, die deshalb zu Recht mit Persönlichkeiten in einer Reihe steht, die für unsere Heimatstadt unendlich Gutes geleistet haben.

Danke, Frau Kiethe!

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden